Bildungswende in Berlin gestartet

„27 Jahre rote Bildungspolitik – Neustart gelungen"

„Nach 27 Jahren roter Bildungspolitik war es Zeit für einen echten Neustart"

Sandra Khalatbari, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie im Berliner Abgeordnetenhaus, zieht nach drei Jahren Bilanz.

Frau Khalatbari, Sie haben bei der Wiederholungswahl 2023 Ihr Direktmandat mit 42 Prozent geholt.

Was hat das für Sie bedeutet?

Es hat mich tief bewegt. Die Menschen in Grunewald, Halensee, Wilmersdorf und Hohenzollerndamm haben uns das Vertrauen gegeben – und wir haben Verantwortung übernommen. Das war kein Selbstläufer nach dem Chaos der Wiederholungswahl, sondern ein klarer Auftrag.

Sie führen seither den Bildungsausschuss. Wie war die Ausgangslage?

Ehrlich gesagt: desaströs. Nach 27 Jahren roter Bildungspolitik war Bildung in Berlin am Ende. Fehlende Schulplätze, Lehrermangel, ein Kitasystem am Limit, sinkendes Leistungsniveau. Das lag nicht an unseren Kindern – das lag an politischem Versagen über Jahrzehnte.

Und was hat sich in drei Jahren verändert?

Deutlich mehr, als viele für möglich gehalten hätten. Wir haben spürbar mehr Schulplätze geschaffen, endlich genug Kitaplätze auf den Weg gebracht, die frühkindliche Bildung gestärkt. Wir haben mehr Lehrkräfte gewonnen, das Leistungsniveau angehoben, die Vorschule neu aufgestellt und das verpflichtende elfte Schuljahr eingeführt. Das ist keine kleine Bilanz. Drei Jahre ordentliche Arbeit – und vieles ist besser.

Was bleibt noch zu tun?

Beim Schulbau dauert alles noch zu lange. Zu viel Bürokratie, zu lange Planungszeiten. Als jemand, die selbst Schulleiterin war, weiß ich, was es bedeutet, wenn eine Turnhalle jahrelang gesperrt bleibt. Da müssen wir schneller werden.

Was nehmen Sie mit in die nächste Wahlperiode?

Die Gewissheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind – und dass wir weitermachen müssen. Für unsere Kinder. Berlin hat Jahrzehnte verloren. Wir haben damit begonnen, das aufzuholen. Das ist noch nicht abgeschlossen.